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Antennenbau

Sie finden hier das Wichtigste zum Bau von Antennen- bzw. Satellitenanlagen.
Diese Informationen sind keine Aufforderung an Nichtfachleute selbstständig Antennen zu bauen, sondern dienen nur zur Information. Falls Sie als Fachkraft selber Antennen bauen möchten, so beachten Sie bitte die Unfallverhütungsvorschriften und alle gesetzlichen Vorschriften. Antennenbau ist nichts für Laien.
Der Autor haftet nicht für die Richtigkeit und Vollständigkeit der nachfolgenden Angaben.

 

Vorschriften für die Planung von Antennenanlagen

VDE0855 Teil 1 / DIN EN50083-1
Errichtungsvorschriften, mechanische Festigkeit, Erdung, Windlast, Standrohr usw.

Antennenanlagen dürfen auf Dächern die Begehbarkeit von Schornsteinen nicht behindern.
Bereits vorhandene Antennenanlagen dürfen durch neue in Ihrer Betriebsfähigkeit nicht eingeschränkt werden.
Auf weich gedeckten Dächern,  z. B. Ried, Stroh, usw.,dürfen Antennenanlagen nicht errichtet werden.
Unterdachantennen sollten 1m Dachabstand zur Dachhaut haben.
Alle Antennen die auf dem Dach montiert werden müssen geerdet werden.

 

Der Antennenmast

Ideal sind Antennenmasten mit 42mm / 48mm oder 60mm mit einer Mindestwandstärke von 2mm Stahl.
Nicht zulässig sind: Gas- und Wasserleitungsrohre. Keine Gewindemuffen.
Steckmasten müssen eindeutig gegen Verdrehen gesichert sein. Zu verwenden ist eine Mastschelle und ein geeigneter Mastfuß.
Bei Masten mit einer max. freien Länge von 6m und einem Biegemoment bis 165Kpm ist keine Genehmigung der örtlichen Baubehörde, kein statischer Nachweis und keine Abspannung erforderlich.
Da zur Zeit fast nur noch Satanlagen gebaut werden, möchte ich auf die Festigkeitsberechnung und das Biegemoment von Standrohren hier nicht weiter eingehen, da diese Antennenmasten meist 2m Länge nicht überschreiten. Bei der Dachmontage muss mindestens 1/6 der freien Länge des Mastes eingespannt sein.
Ideal wäre hier: 1m Einspannlänge und 1m freie Länge zur Montage. Möchten Sie mehrere Antennen an einen Masten befestigen, so sind die Windlast und das Biegemoment nach der DIN EN 50083-1 zu errechnen.

 

Die Erdung

Eine Erdung ist bei allen Dachantennen erforderlich. Keine Erdung ist erforderlich bei Zimmerantennen und Unterdachantennen. Bei Wandmontage bzw. Fensterantennen ist eine Erdung nicht erforderlich wenn sie nicht näher als 2m von der Dachkante und nicht weiter (äußerstes Element) als 1,5m von der Hauswand entfernt sind.
Ist eine Erdung notwendig so ist die DIN 50083-1 einzuhalten.
Die Erdungsschelle am Mast muss mindestens 10cm2 Berührungsfläche haben. Die Erdungsleitung darf direkt auf Holz verlegt werden, außer Erdleitungsverbindungen. Erdleitungen nicht rechtwinkelig verlegen. Nicht durch feuergefährdete Räume verlegen. Zu anderen Leitungen Strom, Telefon im Innenbereich mindestens 1cm und im Außenbereich 2cm Abstand halten.
Die Erdleitung darf nicht direkt unter Putz gelegt werden (Leerrohr mit mind. 29mm Querschnitt).
Als Erdleitung kann verwendet werden: Außerhalb von Gebäuden ein Volldraht mit mindestens 8mm Querschnitt oder ein massives Band mit einem Mindestquerschnitt von 20x2,5mm. Wird Stahl als Werkstoff verwendet, muss der Draht oder das Band verzinkt sein. Achtung: Blankkupfer im Erdreich kann sich zersetzen!
Geeignet als Erdungsleiter ist ein Einzelmassivdraht mit einem Querschnitt von mindestens 16mm2 Kupfer, mindestens 25mm2 Aluminium oder min. 50mm2 Stahl.
Verwendet werden können auch Feuerleitern, Dachrinnen und Stahlskelette. Heizungs- Sanitärrohre und Gasrohre als Erdleitung zu verwenden ist verboten!
Als Erder selber können Fundamenterder, Banderder ( Flacheisenverzinkt 30x3,5mm mit 5m Länge) ,oder auch eigene Erder für Antennen, sogenannte Erdspieße, verwendet werden. Verboten sind Wasserrohre (Dachrinnen) mit Plastikhauseinführungen. Irgendwie logisch, oder?
Die Schirmung der Antennenableitung muss dauerhaft mit der Erdungsanlage verbunden werden. Hier ist ein 4mm2 Kupferdraht notwendig. Achtung: Spannungsverschleppung durch defekte Fernsehgeräte!

 

Die Sicherheit

Bei Eis und Schnee dürfen Dächer nicht betreten werden. Material und Werkzeug ist vor Abstürzen abzusichern. Gehsteige sind abzusichern. Sturzhelm, Sicherheitsgurt mit vorschriftsmäßigem Seil sind Pflicht. Arbeiten Sie niemals bei Gewittern an Antennenanlagen. Beachten Sie auch die Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaft.
Für den technisch versierten Laien ist die Wandmontage von Satantennen sicher die einfachere und schnellere Möglichkeit.

 

Das Kabel

Da die neuen Satanlagen meist digital sind, so ist hier ein ganz besonderes Augenmerk auf sehr gute Kabel zu legen. Verwenden Sie grundsätzlich nur noch Koaxkabel mit einem Schirmungsmaß größer 90dB. Sie erkennen dies meist schon am Aufdruck am Kabel selbst. Sparen an dieser Stelle ist hier absolut unangebracht.
Beim Verlegen vermeiden Sie bitte sehr enge Bögen oder gar Knicke. Desweiteren sollten Sie beim Befestigen des Kabels mit Nagelschellen sehr vorsichtig sein. Nicht auf das Kabel kloppen! Aus Sicherheitsgründen ist es notwendig einen Potentialausgleich der Kabel vorzunehmen. (Potentialausgleichsschiene)

 

Die Einstellung oder Ausrichtung

Sofern Ihnen ein Messgerät zur Verfügung steht, ist dies sicher die beste und optimalste Möglichkeit Ihre Antenne oder Satanlage auszurichten. Doch auch ein Satfinder ist eine gute und preiswerte Möglichkeit die Satanlage ausreichend und sauber einzustellen. Wie geht das? Nehmen Sie dazu ein ca. 20cm langes Koaxkabel mit je einem F-Stecker vorne und hinten und schließen Sie damit den Satfinder ans LNB an. Anhand der Signalanzeige bzw. eines akustischen Tones stellen Sie dann die Satantenne auf Maximaum Ausschlag bzw. höchste Tonlage ein. Achtung: Stellen Sie den Neigungswinkel erst mal grob auf Ihren Standort ein und drehen Sie dann die Satschüssel sehr langsam auf 19,2 Grad Ost beim gängigen Empfang via Astra.

 

 

Die hier verwendeten Produktbezeichnungen, Logos, Warenzeichen und Abbildungen sind Eigentum des jeweiligen Herstellers oder Besitzers und dienen hier lediglich zur Identifikation